Die kritische Phase: Kurz vor Abgabe der studentischen Arbeit

Wenn die erste Hürde des Schreibens einer  Magisterarbeit oder sonstigen wissenschaftlichen Arbeit geschafft und der Rohtext hergestellt ist, bedarf es zumeist einer Überarbeitung. Die Faustregel, nach der die Überarbeitung genauso lange dauert wie das Schreiben des Rohtextes, ist häufig eine Herausforderung an das individuelle Zeitmanagement des Studenten, um rechtzeitig zum Abgabetermin die Arbeit fertig zu bekommen. Schließlich steht nach der Überarbeitung noch das Korrekturlesen auf dem Plan!

Während des Schreibens und Redigierens sollten Sie sich als Autor immer bewusst sein, dass Sie  selber zwar gut in der Materie „drin“ sind, der Leser aber unter Umständen nicht.

Die andere Faustregel beim Verfassen einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit ist deshalb, sie so zu schreiben, dass auch ein Laie sie versteht. Dies können Studierende zum einen über die Struktur der Arbeit – Einleitung, Hauptteil, Schlussfolgerung – und zum anderen über den argumentativen roten Faden erreichen. Nach jedem Unterkapitel bietet es sich z.B. an, eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse zu präsentieren und überzuleiten zu dem Thema, das als nächstes untersucht werden soll.

Natürlich sollen Studenten ihre Leser nicht unterfordern, sie sollten sie jedoch an die Hand nehmen und durch die eigenen Gedankengänge und Forschungsergebnisse führen. So erhält eine Arbeit inhaltliche Kohärenz und die Argumentation bleibt nachvollziehbar. Die nächste Faustregel lautet entsprechend: Nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel voraussetzen! Ein guter Weg, seine Arbeit inhaltlich auf den Prüfstand zu stellen, ist, sie von Freunden lesen zu lassen und mithilfe ihres Feedbacks die Abschlussarbeit zu überprüfen.

Beim finalen Korrekturlesen dann ist es unerlässlich, dass ein fremdes Augenpaar den Text unter die Lupe nimmt. „Profis in Rechtschreibung und Grammatik“ – so lautet die inoffizielle Berufsbezeichnung der Korrekturleser –  und wenn die Diplom-, Magister- oder Doktorarbeit ihren kritischen Augen standhält, kann man sich sicher sein: Das Baby hab ich geschaukelt.

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