Vom richtigen Umgang mit Abkürzungen

Abkürzungen finden Sie überall: Kein Amtsblatt kommt ohne sie aus, beim Bäcker steht ein g für Gramm, Ihr Kilometerzähler kürzt die Kilometer km ab und Lebensmittelverpackungen weisen mit kj die Kilojoule aus.

In den Texten seriöser Medien sowie wissenschaftlichen Publikationen finden Sie Abkürzungen seltener. Tageszeitungen weisen ihre Redakteure an, Wörter auszuschreiben und nur sehr gebräuchliche Abkürzungen im Wirtschaftsteil oder in Tabellen und Grafiken zu verwenden.

Abk. lassen Sie am besten weg – es sei denn, sie sind sehr geläufig!

Die Hauptregel, die für Abkürzungen gilt, lautet daher: Vermeiden Sie sie, wo immer es geht. Abk. (!) sind unschön u. (!) stören oft den natürl. (!) Lesefluss – hier muss man zweimal hinschauen, um, wie in diesem Satz, „natürl.“ als „natürlichen“ zu entschlüsseln.

Es gibt aber sehr geläufige Abkürzungen, die einem vertrauter sind als das ausgeschriebene Pendant (bzw. statt beziehungsweise):

1. Regel: Punkte setzt man meist hinter Abkürzungen, die zwar geschrieben, aber nicht gesprochen werden: bzw. – usw. – Prof. – Mio. – sog. Bei zwei- oder dreiteiligen Abk. empfehlen wir einen Festabstand dazwischenzusetzen: z. T. – d. h. – i. S. d. – i. V. m. – h. M.

2. Regel: Wenn Sie die Abkürzung auch sprechen, steht meist kein Punkt: GmbH – ZDF – UNO – MdB – AGB

3. Regel: Endet der Satz mit einer Abkürzung mit Punkt, fällt der Satzendpunkt weg, um doppelte Punkte zu vermeiden: Das Gericht vertritt die h. M.

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