Die Gliederung einer Bachelorarbeit

Teil 2

Ihr Ziel ist es, eine möglichst gute Bachelorarbeit abzuliefern. Daher sollten Sie sich frühzeitig Gedanken über den Aufbau und die Strukturierung Ihrer Arbeit machen. Sie haben sich nach Kräften bemüht, die in „Die Gliederung einer Bachelorarbeit – Teil 1“ aufgeführten Fehler zu vermeiden.

Doch noch können Sie sich nicht brüsten, Ihrem Prüfer Ärger und schlechte Laune erspart zu haben. Weitere Fallstricke lauern auf dem Weg zur guten Note.

Für den Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit bieten sich verschiedene Möglichkeiten der formalen Gliederung an. Unabhängig davon, für welche Gliederungsform Sie sich entscheiden – folgende Punkte sollten Sie beim Finish in jedem Fall beachten:

Das Layout der Bachelorarbeit sollte die Struktur der Gliederung widerspiegeln

Je intensiver Sie einem Thema auf den Leib rücken, je spezieller die Informationen, die Sie zutage fördern, umso tiefer ist für gewöhnlich die Gliederungsebene. Beim Layout sollten Sie dies berücksichtigen.

Auf der oberen Gliederungsebene erscheinen die Hauptabschnitte linksbündig. In den unteren Gliederungsebenen können die Unterabschnitte je nach Differenzierungsgrad eingerückt werden.

So kann der Leser sich leicht auf der Ebene seines Interesses bewegen. Eine leserfreundliche Gliederung ist so gestaltet, dass sie dem Leser ein Maximum an Information auf einen Blick ermöglicht.

Bereits durch das Layout sollte deutlich werden, in welcher Beziehung die einzelnen Abschnitte inhaltlich zueinander stehen.

Ein Leser, der den grundlegenden Aufbau erfassen möchte, orientiert sich an den Überschriften; wer Detailwissen wie Daten, Theorien, Autoren abrufen möchte, lenkt sein Augenmerk auf jene Überschriften, die weiter rechts beginnen.

Ebenmaß ist Trumpf

Eine gute Gliederung ist ausgewogen – wie auch der Inhalt einer wissenschaftlichen Arbeit ausgewogen sein sollte.

Den jeweiligen Haupt- und Unterabschnitten sollten Sie also einen annähernd gleichen Umfang einräumen. So sollte beispielsweise die Anzahl von Unterpunkten, die einem übergeordneten Punkt folgen, in etwa gleich sein.

Das bedeutet nicht, dass Sie sich sklavisch einem Schema unterwerfen, sondern dass Sie sich grundsätzlich am ,Goldenen Schnitt‘ orientieren sollten. Schließlich ist es nicht der Sinn der Sache, dass Sie einer eher nebensächlichen oder noch unzureichend erforschten Fragestellung durch zu viel Ebenmaß zu viel Bedeutung beimessen, indem sie den Umfang künstlich an andere Themengebiete anpassen.

Es kommt vor, dass zu einem Teilbereich wenig Literatur vorhanden ist. Das darf Ihre Arbeit – und Ihre Gliederung – getrost widerspiegen.

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