Formalia bei Studienarbeiten

Einhaltung der Richtlinien als Grundstein guter Bewertungen für die Bachelor- und Masterarbeit

Jeder Student kennt das unliebsame Prozedere: Nach der Texterstellung der Studien-, Bachelor- oder Masterarbeit muss eine letzte Prüfung des eigenen Textes erfolgen, damit Grammatik- und Rechtschreibfehler sowie inhaltliche Ungereimtheiten ausgemerzt werden können. Studenten lesen ihre Arbeit selbst – hier empfiehlt es sich mindestens eine Woche verstreichen zu lassen – oder geben ihren Text zum Korrekturlesen an Kommilitonen oder professionelle Korrektoren weiter.

Doch ein wichtiger Faktor, der nicht so selbstverständlich erscheint und immer wieder unterschätzt wird, ist die Einhaltung der vorgeschriebenen Formalia von schriftlichen Studienleistungen.

Andere Unis, andere Sitten

Natürlich gibt es nicht die eine Richtlinie, weil jede Universität, Fachhochschule, ja sogar jedes Institut eigene Vorstellungen von der richtigen Form einer Studienarbeit hat. Gesetzt ist, was die zuständige Einrichtung als korrekte Formatierung ausgibt. Dafür werden auf nahezu jeder Fakultätsseite Richtlinien zum Verfassen einer Studienarbeit herausgegeben. Sogar Vorformatierungen und Stylesheets werden häufig zum Download bereitgestellt.

Dort liegen die Dateien schließlich nicht umsonst. Ein Gros an Professoren ist sehr penibel, was das Aussehen der abgelieferten Arbeiten angeht. Auch wenn die Gewichtung der Form von Prof zu Prof unterschiedlich ausfällt, vernachlässigen sollte man sie auf keinen Fall.

Zu den Selbstverständlichkeiten zählen ein angemessenes Deckblatt, das alle wichtigen Daten nebst Immatrikulationsnummer des Studenten beinhalten sollte, und eine sinnvolle Gliederung mit korrekten Seitenzahlen.

Die Note nicht durch Schludrigkeit vermasseln

Von ungeahnter Sprengkraft sind auch immer wieder eigenwillige Schriftgrößen, Schriftarten, Randlängen und Zeilenabstände. Die Prüfer wissen in der Regel genau, wo geschummelt werden kann, um eine längere oder kürzere Erscheinung der Arbeit vorzugeben.

Vermeiden Sie also, dass der prüfende Professor Ihre Arbeit als Mogelpackung bewertet, indem Sie seine Vorgaben einhalten. Es ist zwar nicht so, dass „Form schlägt Klasse“ gilt, wie es bei manchen Sportarten der Fall ist – doch bei der Hochschularbeit sind es eben zwei Bausteine, die zum Erfolg führen.

Es hat schon Possen gegeben, bei denen kontrollierende Dozenten oder Professoren auf die inhaltliche Komponente die Bestnote und auf Form die schlechteste Note gegeben haben. Hätte der Studierende seine Arbeit nicht nur „dahingepfuscht“, wäre er auch nicht nur mittelmäßig bewertet worden.

Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten beweisen

Das A und O stellt zudem eine gewissenhafte und fehlerfreie Zitation dar. Viele Prüfer sehen darin einen wichtigen Grundstein für wissenschaftliches Arbeiten. Schlampigkeit lassen sie meistens nicht durchgehen. Auch die Literaturangaben folgen formalen Richtlinien, die von Institut zu Institut unterschiedlich ausgegeben werden.

Ein Tipp: Sparen Sie Zeit und Ärger und notieren Sie genutzte Quellen sofort in der richtigen Form, anstatt kurz vor knapp mit ohnehin schon angeschlagenem Nervenkostüm die letzten Informationen zusammenzusuchen.

Unnötigen Aufwand spart der Verfasser einer Studienarbeit außerdem, wenn er nicht vergisst, der Arbeit gleich eine eidesstattliche Erklärung anzufügen und nicht erst nach Aufforderung nachzureichen.

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