Zum Genitiv-s bei englischen Termini

Mit „s“
Der Duden verlangt dies: die Probleme des Babysittings – die Vertreter des Marketings – die Teilnehmer des Castings – die Prinzipien des Brainstormings – die Gegner des Mobbings.

Die Regel dazu lautet: Sind die Anglizismen in der deutschen Sprache „angekommen“, d.h., werden sie als im deutschen Sprachwortschatz willkommen und üblich erachtet – was bei den genannten zweifelsohne der Fall ist –, dann erhalten sie auch die der deutschen Grammatik gehorchende Genitiv-Endung auf „s“.

Mit oder ohne „s
Bei Wörtern, die durchaus auch im Deutschen verwendet werden, aber eher in einer Fachsprache (meist auf dem Feld der Wirtschaft), also nicht so geläufig sind, stellt der Duden die Verwendung des Genitiv-s dem Schreiber anheim: die Regeln des Engineering oder des Engineerings – die Risiken des Floating oder des Floatings.

Ohne „s“
Handelt es sich um englische Wörter, die (noch) nicht Teil des deutschen Wortschatzes sind bzw. nicht als solcher empfunden werden – also nicht im Duden zu finden sind –, wie etwa das Brainwashing (im Gegensatz zum o.g. Brainstorming), dann heißt es im Genitiv auch die schlimmen Folgen des Brainwashing, also kein eingedeutschter Genitiv mit „s“, sondern das Wort wird dann wie ein Eigenname aufgefasst, der ja im Genitiv auch kein „s“ erhält: die Kriege des Cäsar.

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