Warum Sie Klammern sehr behutsam einsetzen sollten

Zur besseren Kenntlichmachung, zur Erläuterung oder Abtrennung von Teilen eines Satzes können Sie Klammern setzen: Er ging immer wieder gern auf die Berge, besonders auf jene Almen (die Hochalmen im Engadin und im Jura), die er schon als Student besucht hatte.

Die Satzbestandteile in Klammern haben nur eine Funktion: Sie erläutern ein Wort, sie sind eine mit Klammern abgetrennte Beifügung (Apposition).

Empfehlung: Setzen Sie Sätze mit Klammern sehr sparsam und mit Bedacht ein. Oft erweist es sich als sinnvoll, die Informationen in den Klammern in einen nachfolgenden Satz zu stellen – oder eine Alternative zu wählen.

Alternative Kommata: Sie hätten die Sätze mit Klammern auch so schreiben können, mit Kommata: Er ging … auf jene Almen, die Hochalmen im Engadin und im Jura, die er … Vorteil der Kommata-Lösung: Kommata stören das Satzbild nicht so wie Klammern.

Alternative Parenthese: Sie hätten diesen Satz auch so schreiben können, mit Parenthese: Er ging … auf jene Almen – die Hochalmen im Engadin und im Jura –, die er … Vorteil der Parenthese-Lösung: Die (Halbgeviert-)Striche der Parenthese sind nicht so gewichtig wie die Klammern, fallen aber dennoch ins Auge.

Vorsicht bei Überfrachtung mit Klammersätzen

Deutlich problematischer ist der Einsatz der eckigen Klammern. Im Beispielsatz könnten Sie die Almen noch näher beschreiben, etwa so:

Er ging immer wieder gern auf die Berge, besonders auf jene Almen (die Hochalmen im Engadin [1367 Meter, letzter Besuch: 2005] und im Jura [989 Meter, letzter Besuch: 2011]), die er schon als Student besucht hatte.

Hier haben Sie zwar alle Informationen in einen Satz gepackt – aber der Satz ist nicht mehr leicht lesbar und daher so nicht empfehlenswert.

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