Konzeptionelles Vorgehen beim Erstellen einer Bachelorarbeit

Um eine Bachelorarbeit rechtzeitig, bzw. spätestens am Stichtag in der Fakultät abliefern zu können, sollten Sie sich eine Strategie zurechtlegen, die gewährleistet, dass Sie Ihr Thema mit einem vernünftigen Aufwand einigermaßen abdecken und aussagekräftig bearbeiten können.

Überblick verschaffen

Zunächst einmal verschaffen Sie sich einen Überblick über das gewählte oder vorgegebene Sujet. Angenommen, Sie möchten sich in Ihrer Bachelorarbeit der Fragestellung widmen, auf welcher Grundlage Werbetreibende potenzielle Kunden ansprechen. Ihr Thema könnte also lauten: „Das Konsumentenverhalten als Richtwert in der Fernsehwerbung“.

Obige Fragestellung setzt voraus, dass Sie das Konsumentenverhalten als einigermaßen feste Größe definieren können, womit Sie Probleme haben dürften. Einfacher wird es, sobald Sie (etwa mithilfe der Mindmap) präziser denken. (Also: Wer beschäftigt sich mit dem Verhalten von Konsumenten? – Sozialwissenschaftler und Marktforscher.)

Folglich lautet das Thema Ihrer Arbeit: „Ergebnisse der Marktforschung als Richtwert für Marketingkonzepte in der Werbung“.

Thema der Bachelorarbeit eingrenzen

Zweifelsohne ist Ihnen der Unterschied zwischen einer Bachelorarbeit und einer Diplom- bzw. Magisterarbeit oder gar Dissertation bekannt. Sie sollten sich selbigen jedoch noch einmal in Erinnerung rufen. Da eine Dissertation eine wesentlich komplexere Fragestellung verlangt, Sie jedoch „nur“ eine Bachelorarbeit verfassen, ist es mehr als klug, den Gegenstand Ihrer Analyse von vornherein einzugrenzen und dabei erste Literatur zu sichten.

Das heißt also: Beschränken Sie Ihre Analyse auf ein Produkt, einen bestimmten Personenkreis oder einen festen Zeitraum (etwa die Fernsehwerbung für Personenkraftwagen bzw. die Fernsehwerbung der 1990er-Jahre), oder wählen Sie ein plastisches Beispiel aus, an dem sich Ihre Gedanken veranschaulichen lassen.

Demnach lautet der Titel Ihrer Arbeit: „Ergebnisse der modernen Marktforschung als Richtwert für Marketingkonzepte in der Fernsehwerbung des 21. Jahrhunderts.“

Scheuen Sie sich nicht, so etwas mit dem Betreuer/der Betreuerin Ihrer Bachelorarbeit zu besprechen. Es ist im Wissenschaftsbetrieb nichts Ungewöhnliches, ein Thema unter einer völlig anderen Fragestellung zu bearbeiten, als es ursprünglich geplant war.

Auch sollten Sie keine Hemmungen haben, ein Thema zurückzugeben, wenn Sie festgestellt haben, dass es für Sie in der vorgegebenen Zeit nicht zu bewältigen ist oder es zu wenig Stoff bietet. Sofern Sie Ihre Entscheidung gut begründen und nachvollziehbar darlegen können, wird Ihnen Ihr Betreuer/Ihre Betreuerin dies nicht übel nehmen.

Unter Umständen sammeln Sie sogar Pluspunkte: Sie beweisen dadurch, dass Sie in der Lage sind, wissenschaftlich zu arbeiten; denn wissenschaftlich arbeiten heißt, sich mit der Literatur und dem Untersuchungsmaterial im Hinblick auf eine bestimmte Fragestellung auseinanderzusetzen und sich daraufhin ein Urteil zu bilden.

Methoden festlegen

Damit sind die Vorarbeiten noch keineswegs beendet. Insbesondere beim Konzipieren einer Bachelorarbeit stellen sich Fragen wie:

Reicht eine reine Literaturarbeit aus oder gibt die Prüfungsordnung vor, dass Sie Bezug auf eine praktische Problemstellung nehmen? Gehört es zu Ihrem Themenkomplex, empirische Untersuchungen anzustellen? Ist es sinnvoll, einen Fragebogen zu entwerfen? Sind experimentelle Versuche nötig?

Auch müssen Sie abschätzen, ob genügend Material für eine bestimmte Untersuchung vorhanden ist, ob es ausreichende Literatur gibt, die sich zeitnah beschaffen lässt, oder ob der Themenbereich überhaupt etwas für Ihre Arbeit hergibt.

Oft stellt man bereits in dieser frühen Phase fest, dass weder die Ressourcen noch die verbleibende Zeit reichen, um die Arbeit wie geplant verfassen zu können. Dann heißt es, die Schwerpunkte anders zu setzen.

In unserem Fall allerdings haben wir unser Thema geschickt auf den Punkt gebracht. Nun können Sie eine vorläufige Gliederung entwerfen!

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