Wie unterscheidet sich die Masterarbeit von der Bachelorarbeit?

Du stehst kurz davor, dein Masterstudium abzuschließen. Allerdings steht noch eine wichtige Etappe bevor: die Masterthesis. Vor nicht allzu langer Zeit hast du dein Bachelorstudium erfolgreich mit der Bachelorthesis beendet – doch worin unterscheidet sich die Masterarbeit von der Bachelorarbeit?

Zunächst gibt es formelle Unterschiede zwischen den beiden wissenschaftlichen Arbeiten:

  • Die Masterarbeit ist mit im Schnitt 80 bis 120 Seiten weitaus umfangreicher als die Bachelorarbeit mit in der Regel 30 bis 40 Seiten – beachte aber in jedem Fall die Prüfungsordnung deines Fachbereichs!
  • Während du für den niedrigeren akademischen Grad rund sechs bis acht Wochen an der Abschlussarbeit sitzt, ist es bei der Masterthesis meist ein ganzes Semester.
  • Die Masterarbeit fließt weitaus stärker in deine Abschlussnote ein: Sie kann 30 von 120 Credit Points ausmachen, das ist immerhin ein Viertel. Für die Bachelorarbeit erlangst du meist lediglich 10 von 180 Credit Points.

Die Masterarbeit beweist dein hochspezialisiertes und hochqualifiziertes Wissen

Die Bachelorthesis soll zeigen, dass du die Grundsätze des wissenschaftlichen Arbeitens beherrschst und sie entsprechend anwenden kannst. Es wird auch hier von dir verlangt, dass du eine saubere wissenschaftliche Herangehensweise an den Tag legst, jedoch ist das Niveau bei der Masterarbeit weitaus höher. So ist beispielsweise eine strukturierte Literaturrecherche ausreichend für die Ausarbeitung der Bachelorarbeit, bei der Masterarbeit bildet sie lediglich das Fundament: Hier gilt es, neue Erkenntnisse zu gewinnen, die die Wissenschaft voranbringen. Das Thema deiner Masterthesis wird mit großer Wahrscheinlichkeit so speziell sein, dass es an der Grenze zur Forschung liegt. Eigene Datenerhebung und Messreihen sind bei der Erstellung von Masterarbeiten üblich. Während die Bachelorarbeit Wissen reproduziert, produzierst du mit der Masterthesis neues Wissen und trägst im Optimalfall zur akademischen Forschung bei.

In der Bachelorarbeit analysierst du zum Beispiel verschiedene Studien zu einem Thema, um eine Hypothese zu diskutieren. Ein kleines, eigenes Experiment oder eine umfangreiche Gegenthese sind hingegen mögliche Inhalte einer Masterarbeit.

Deine Masterarbeit ist die Eintrittskarte in die Forschungsarbeit

Das Bachelorstudium soll dich in erster Linie darauf vorbereiten, wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden im Beruf anzuwenden. Der Masterabschluss ist darauf ausgerichtet, dich auf die angewandte Forschung vorzubereiten – und das spiegelt sich in der Abschlussarbeit wider. Die Wissenschaftlichkeit steht hier klar im Vordergrund – schließlich bist du mit einem Masterabschluss dazu berechtigt zu promovieren. Du kannst als Masterabsolvent also weitaus präziser und sicherer mit wissenschaftlichen Methoden umgehen als ein Bachelorabsolvent.

Mit einer Masterarbeit bildest du dein Profil aus

Egal ob du eine wissenschaftliche Karriere anstrebst und etwa eine Doktorandenstelle antreten oder in der Wirtschaft arbeiten möchtest: Eine gute Masterarbeit ist ein ernstzunehmendes, wissenschaftliches Werk, mit dem du ein Profil aufbaust. Überleg dir also gut, welches Thema du für deine Masterarbeit wählst – es könnte entscheidend für deine akademische oder berufliche Laufbahn sein. Zudem hat ein Thema, das dich besonders interessiert, klare Vorteile: Zum einen wird es dir leichter fallen, monatelang daran du arbeiten und zum anderen kann es dir den Weg zu dem Job ebenen, der dir wirklich Spaß macht. Da das Masterthema meist spezialisierter ist als das Bachelorthema, kannst du dich damit besser profilieren.

Sprachliche Fehler und inhaltliche Unstimmigkeiten können deine hervorragenden wissenschaftlichen Bemühungen und Erkenntnisse schmälern – deshalb ist es umso wichtiger, dass du deine Masterarbeit lektoriereren lässt. Unsere professionellen Lektoren finden alle sprachlichen Unstimmigkeiten und verleihen deiner Thesis den letzten Schliff. Melde dich bei uns – wir stehen

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