Literaturrecherche: 10 Tipps für Masterarbeit, Bachelorarbeit und Hausarbeit

Die Literaturrecherche ist ein wichtiger Schritt, der dich bei jeder wissenschaftlichen Arbeit erwartet. Durch eine gründliche Recherche kannst du dein ausgewähltes Thema mit Inhalten füllen und dir gleichzeitig eine Grundlage für deine eigenen wissenschaftlichen Erarbeitungen und Gedanken schaffen. Ohne diese Grundlage könnte dir eine Argumentationsbasis fehlen. Doch nicht nur bei der Ausarbeitung deiner Arbeit auch bei der Suche nach einem passenden Thema kann eine erste Literaturrecherche helfen. Meist hat man eine erste Idee vor Augen, in welchem Themengebiet das Thema liegen soll, aber hat noch keine konkreten Themenvorschlag. Hier zeigt eine Recherche schön auf, welche Varianten innerhalb eines Themenfeldes zu finden sind. So lässt sich eine Forschungsfrage leichter erarbeiten. Zusätzlich gibt es erste Inspirationen was Aufbau und Gliederung der Arbeit angehen. Außerdem kannst du auch schon erste Inhaltseinheiten mit der Literatur planen. Diese Vorarbeiten im Rahmen der anfänglichen Themenentwicklung helfen auch bei der späteren Ausarbeitung des Themas.

Die Literaturrecherche ist also eine wichtige Einheit innerhalb der Bearbeitung deiner Bachelorarbeit oder Masterarbeit. Im Folgenden möchten wir dir deshalb gerne ein paar Tipps zur Recherche von Literatur geben. Das hilft dir hoffentlich deine Arbeit zu strukturieren und die wichtigen und richtigen Quellen für deine Arbeit zu finden.

Literaturrecherche_Tipps

1. Neue Möglichkeiten der Recherche

Schon längst musst du nicht mehr nur in die Bibliothek gehen um nach wissenschaftlicher Literatur zu suchen. Natürlich sind die Werke in der Bibliothek eine wichtige Basis und sie sollten in keiner Arbeit fehlen, aber auch hier kann die Suche im Internet helfen die richtigen Bücher auszuwählen. Heutzutage nutzt man eine der vielen Suchmaschinen im Internet, die einem neben Artikeln passend zum Thema auch schon Buchvorschläge auflistet. Meist ist auch schon ein erster Blick ins Buch möglich und du kannst wunderbar abschätzen ob es für dich und dein Thema hilfreich ist. Nachdem du das Buch online gefunden hast, musst du nicht zwingend in die Bibliothek um es dort zu suchen. Bibliotheken haben ihre Datenbanken meist auch online geschaltet, sodass du von zu Hause nachschauen kannst ob das Buch im Magazin der Bibliothek vorhanden und ob es gerade ausgeliehen oder verfügbar ist. Anschließend kannst du dann das gewünschte Buch in der Bibliothek ausleihen.

Neben diesen ganzen Möglichkeiten gibt es aber auch noch neuere Formen der Recherche. Soziale Medien werden immer beliebter und tagtäglich werden hunderte Blogartikel gepostet und geteilt. Hier findest du vielleicht auch interessante Informationen für deine Arbeit. Videos können dir ebenfalls als wissenschaftliche Grundlage dienen. Durch das Internet gibt es nahezu keine Grenzen mehr.

2. Unterschiedliche Quellen nutzen

Neben den zahlreichen Möglichkeiten der Recherche, gibt es auch genauso viele unterschiedliche Arten der Literatur. Um abwechslungsreiche Meinungen und Theorien zusammenstellen zu können ist es sinnvoll auch unterschiedlichste Quellen zu verwenden. Fachzeitschrift, Bücher, Blogartikel oder Videoposts können unter anderem als Literatur verwendet werden. Fixiere dich nicht zu sehr darauf z.B. nur aus Büchern aus deiner Bibliothek zu zitieren, weil diese vermeintlich die wissenschaftlichsten Inhalte aufweisen. Auch im Worldwide Web finden sich wissenschaftlich fundierte Beiträge.

3. Zeitmanagement während der Recherche

Während der Bearbeitung deiner Bachelor-, Master- oder Hausarbeit gibt es einen entscheidenden Faktor: die Zeit. Anfangs scheint es noch lange, aber schnell wird klar, dass die Zeit eigentlich gar nicht so wirklich reicht. Vor allem am Ende der Bearbeitungszeit hätten es dann doch gerne ein paar Tage mehr sein können. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du dir deine Zeit gut einteilst. Leider wird die Recherchearbeit oft etwas unterschätzt. Die Recherche von Literatur ist nichts was einfach so nebenbei geschieht. Um die richtigen Inhalte zu finden brauchst du Zeit. Oft findet man die Literatur nicht auf Anhieb und muss länger suchen. Ein gutes Zeitmanagement ist deshalb wichtig und nötig.

4. Erscheinungsdatum für Aktualität

In manchen Themengebieten findest du sehr viel Literatur. Achte aber immer darauf wann die Literatur geschrieben bzw. erschienen ist. Für deine wissenschaftlichen Arbeiten ist es wichtig mit aktuellen Quellen zu arbeiten, damit du die neuesten Erkenntnisse aus deinem Forschungsgebiet verwenden kannst. Eine Quelle zur Beschreibung der DNA von 1960 ist dabei wohl nicht mehr so aussagekräftig und relevant wie eine Quelle zum gleichen Thema von 2015. Durch die Verwendung zu alter Literatur kann deine Arbeit wissenschaftliche Verluste aufzeigen. Im schlimmsten Fall entgehen dir wichtige neuere Erkenntnisse, die für deine Theorie und Arbeit wichtig wären. Aktualität ist im wissenschaftlichen Kontext deshalb ein wichtiger Aspekt.

5. Nicht das ganze Buch, auch einzelne Abschnitte zählen

Auf der Suche nach Literatur ist es ratsam nicht immer ganze Quellen zu lesen. Gerade wenn wir an umfangreiche Bücher denken kann ein ganzheitliches Lesen viel Zeit beanspruchen, die unter Umständen an anderer Stelle fehlt. Betrachte lieber einzelne Abschnitte und entscheide so ob die Quelle Inhalte aufweist, die für dich von Interesse sein könnten. Das berühmte Querlesen erspart hier Zeit und verschafft einen guten Überblick.

6. Literatur aus der Literatur

Auch Fachbeiträge beziehen sich häufig auf andere Quellen. Hast du ein passendes Buch oder einen Artikel gefunden schau doch einmal nach auf welche Literatur sich der Beitrag bezieht. So ergeben sich aus zunächst einer Quelle weitere Quellen, die du verwenden kannst. Ähnlich wie ein Schneeball werden es so von Arbeitsschritt zu Arbeitsschritt immer mehr literarische Quellen und du findest schnell viel passenden Inhalt für dein Thema.

7. Vielfalt wahren

Bei der Arbeit mit Literatur arbeitest du oft mit Thesen und Meinungen, die speziell ein Autor vertritt. Da das aber meist nicht die allgemeingültige These ist, ist es notwendig, dass du dich nicht nur auf einen Autor und sein Werk beziehst, sondern mehrere Quellen verbindest. Wahre die Vielfalt an Meinungen und Überzeugungen zu deinem Thema und gib so einen guten Überblick über das Thema. So verhinderst du, dass deine Arbeit weg vom Wissenschaftlichen hin zur Subjektivität tendiert.

8. Nicht nur der Titel zählt

Als erstes Kriterium zur Selektion relevanter von weniger relevanter Literatur wird häufig der Buch- oder Aufsatztitel genommen. Manchmal stecken hinter einem zunächst unscheinbaren Titel, der nicht zur gesuchten Literatur passt, doch noch interessante Informationen für deine wissenschaftliche Arbeit. Es lohnt sich deshalb immer einen Blick ins Inhaltsverzeichnis zu werfen. Anhand der Kapitelüberschriften lässt sich noch besser abschätzen ob relevante Inhalte in den Texten enthalten sein könnten. Auch wenn das Buch als solches zunächst uninteressant scheint können  in einem kleinen Kapitel mehr Informationen stehen als in einem Buch dessen Titel genau zu deiner Aufgabenstellung passt.

9. Auf Zitierwürdigkeit achten

Die Zitierwürdigkeit einer Quelle hängt von der Beschaffenheit der Quelle ab. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit sollte daher nur aus solcher Literatur zitiert werden, die auch selbst wissenschaftlich fundiert ist. Informationen die zum Beispiel aus Boulevard-Magazinen stammen sind nicht zitierwürdig. Hierbei handelt es sich meist um den allgemeinen „Klatsch und Tratsch“ zu einem Thema. Wenn du von vornherein die nicht wissenschaftlichen/zitierwürdigen Quellen von den wissenschaftlichen trennst, ersparst du dir hinterher lästiges Sortieren und sammelst von vornherein die richtigen Quellen.

10. Vorarbeit fürs Literaturverzeichnis

Im Rahmen der Literaturrecherche sammelst du viele Informationen aus den unterschiedlichsten Quellen. Verwendest du diese Inhalte dann später z.B. in deiner Bachelorarbeit musst du kenntlich machen woher die Informationen stammen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll nicht nur einfach die reinen Informationen aus der Quelle zu übernehmen, sondern auch schon Informationen hinzuzufügen, die später für Fußnoten und die Erarbeitung des Literaturverzeichnis wichtig sind. Solche Notizen umfassen neben dem Titel der Quelle auch immer den Autorennamen, das Erscheinungsjahr, die jeweiligen Seitenzahlen und Informationen zu Auflage/Verlag. Bei Literatur aus dem Internet kommen noch Angaben zur Abrufzeit des Artikels und der URL hinzu. Welche Informationen du für welche Quelle angeben musst findest du genau in den Vorgaben deiner Hochschule beschrieben. Neben dem Literaturverzeichnis benötigst du Informationen meist auch für die Fußnoten in deinem Text. Eine Möglichkeit wie du richtig zitierst ist die anschauliche amerikanische bzw. Harvard-Zitierweise.

Literaturrecherche leicht(er) gemacht

Das Recherchieren von passender Literatur ist ein wichtiger Teil deiner wissenschaftlichen Arbeit oder Abschlussarbeit. Du solltest genügend Zeit dafür einplanen und einige Sachen bei der Recherche beachten. Zum Beispiel, dass du unterschiedliche Quellen recherchierst, auf die Zitierwürdigkeit der Quelle achtest und schon mal wichtige Informationen für das Literaturverzeichnis sammelst. Anhand der oben dargestellten Tipps soll deine Literaturrecherche vereinfacht werden. Am besten probierst du es einfach aus und findest einen Weg wie du am besten und effektivsten in der Literaturrecherche vorgehst.

Damit du die Tipps auf einen Blick hast, haben wir für dich eine Checkliste zusammengestellt anhand der du deine Recherche ausrichten kannst. Diese Checkliste steht dir hier zum Download zur Verfügung. Viel Erfolg!

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