Das Semikolon – so setzt du das Satzzeichen in deiner Abschlussarbeit richtig

Es gilt als das Stiefkind der Zeichensetzung: Das Semikolon wird nicht so häufig verwendet, wie es möglich wäre – weder in der Literatur noch in Abschlussarbeiten. Wir zeigen dir, warum du in deiner wissenschaftlichen Arbeit ab und zu ein Semikolon setzen solltest und welche Regeln es zu beachten gilt.

Was ist das Semikolon eigentlich und wieso sollte ich es verwenden?

Das Semikolon, auch Strichpunkt genannt, ist ein Satzzeichen, das gewissermaßen zwischen Punkt und Komma steht: Es verbindet Sätze sowie Wortgruppen und kommt dort zum Einsatz, wo ein Punkt zu stark, aber ein Komma zu schwach trennt. Allerdings handelt es sich beim Semikolon um ein Satzzeichen, das du an den entsprechenden Stellen setzen kannst – aber nicht musst. Das ist vermutlich einer der Gründe, warum der Strichpunkt nur in wenigen Bachelorarbeiten oder anderen gegenwärtigen Texten vorkommt.

Dabei sind Semikolons beziehungsweise Semikola eine hervorragende Möglichkeit, um die Zeichensetzung in deiner wissenschaftlichen Arbeit zu variieren. Ein guter wissenschaftlicher Schreibstil zeichnet sich neben korrekter Rechtschreibung und Grammatik auch durch Abwechslungsreichtum aus. Biete deinem Leser mal etwas anderes anstatt ewig gleich strukturierter Satzgefüge. Indem du ab und zu ein Semikolon einsetzt, hebst du deine Arbeit stilistisch auf eine höhere Ebene. Natürlich solltest du es bei der Verwendung der Semikolons nicht übertreiben; das wirkt gekünstelt.

Wie setze ich das Semikolon optimal ein?

Es gibt zwei Gebrauchsweisen für den Strichpunkt:

  • Er trennt Hauptsätze, deren Inhalte zwar eng miteinander verbunden sind, aber deutlicher als durch ein Komma getrennt werden sollen. Es ist hierbei egal, ob beide Sätze das gleiche Subjekt haben. Bitte beachte, dass das Semikolon grundsätzlich eine nebenordnende Funktion hat und nur Hauptsätze miteinander verbindet, aber nie einen Haupt- und einen Nebensatz.
    Beispiel: „Die Ausführungen des Autors belegen die zuvor aufgestellten Hypothesen; die von ihm genannten Beispiele verdeutlichen die getroffenen Annahmen zusätzlich.“
  • Zudem ordnet das Semikolon gleichranginge Wortgruppen in Aufzählungen.
    Beispiel: „Nach dem Abschluss kannst du dich für den Weg der Forschung und Lehre; Wirtschaft und Industrie oder für eine Dissertation entscheiden.“

In beiden Beispielen ersetzen die Semikolons ein Komma; im ersten Beispiel könntest du die beiden Sätze auch mit einem Punkt trennen. Wichtig bei der korrekten Setzung des Strichpunkts ist, dass es danach immer klein weitergeht. Das mag trivial klingen, aber viele sind sich nicht bewusst, dass ein Semikolon Wortgruppen sowie Sätze trennt, aber keinen Satz beendet. Diese Regeln gelten übrigens auch, wenn du deine Arbeit auf Englisch schreibst.

Der Unterschied zwischen Semikolon und Gedankenstrich

Semikolons und Gedankenstriche haben gemeinsam, dass sie wie eine kleine Pause zwischen denen von ihnen getrennten Satzteilen wirken. Der größte Unterschied ist, dass diese Pause beim Gedankenstrich deutlich länger ist: Wenn du also möchtest, dass dein Leser an der entsprechenden Stelle in einem Satz innehält, ist der Gedankenstrich vermutlich die bessere Lösung. Außerdem kannst du ihn beispielsweise vor Nebensätzen einsetzen. Doch auch hier gilt – die Mischung macht’s!

Du bist mit dem Schreiben deiner Bachelorarbeit oder Masterthesis fertig und hast auch Semikolons verwendet? Prima! Ein abschließendes professionelles Lektorat prüft, ob du es korrekt gesetzt und Maß gehalten hast. Natürlich bügeln wir auch Rechtschreibfehler aus und verpassen deiner Arbeit bei Bedarf den nötigen Feinschliff. Schreib uns einfach – unsere erfahrenen Lektoren stehen dir gerne mit Rat un

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